Es gibt bei der Bundeswehr grundsätzlich zwei verschiedene Versorgungswege. Zum einen muss man zur LHBw um Kleidung zu beschaffen, zum anderen fordert man alles andere beim Stab an. Der entscheidet dann, wie es beschafft wird. Üblicherweise wird das da auch nur in der Bundeswehr eine Stelle höher gereicht und irgendwann kommt das Material. Der Stab hat aber auch die Möglichkeit da einen Stempel mit dem Vermerk “dezentrale Beschaffung” draufzudrücken; gut, genaugenommen ist das ein Zwei-Buchstabencode, den aber sowieso keiner versteht, der die “Anlage 9″, auch als “Versorger-Bibel” bekannt, nicht auswendig kann. Das ist für den Versorger selbst dann eine sehr ambivalente Situation, denn er bekommt was zu tun und erreicht damit einen Zustand, den er häufig herbeisehnt, der dann aber doch sehr ungewohnt ist. Dass der Stab diesen Status vorrangig bei Dingen vergibt, um die sich die Leute da nicht kümmern wollen, macht die Sache nicht besser.
In unserem Fall handelte es sich um “20 Einheiten Glühlampen 2,5V” für die Taschenlampen mit Filtern, die eigentlich jeder kennen sollte, der mal bei der Bundeswehr war. Der Hauptfeldwebel hielt dies für eine gute Gelegenheit den Hauptgefreiten und mich in diesem Thema auszubilden und stellte uns dem Stabsunteroffizier zur Seite. Und so waren schon drei Helden gefunden, die auf eine Reise gingen, die glatt aus einem klassischen Text-Adventure stammen kann. Genaugenommen kann sie aus jedem beliebigen modernen Rollenspiel kommen, an der Spielmechanik hat sich ja seit Einführung von 3D-Grafiken nicht mehr viel getan.
Die erste Station der Reise war die Zahlstelle, wo wir einen Beutel Gold60 Euro empfangen sollten. Es fehlte uns aber die dritte Ausführung (ja, im Ernst) der Anforderung, so dass wir ersteinmal zum Stab gehen mussten, wo wir diese dann auch erhielten. So ausgestattet wurde uns auch dass Geld gegeben. So fuhren wir an den Stadtrand zu unserer zivilen Standardquelle für elektrischen Kleinkram. Das ist ein Laden für Autoteile, wo wir, als Instandsetzungskompanie auch meistens das bekommen, was wir suchen. Da “Glühlampe 2,5V” aber nicht gerade typisches Autozubehör ist, konnte man uns dort diese nicht geben. Weiter ging es in einen Baumarkt, wo uns ein Angestellter sogar “Glühlampe 2,5V” geben konnte, jedoch war bei diesen der Glaskörper zu lang, so dass man in der Taschenlampe den roten und den grünen Filter nicht mehr hätte hochschieben können, also hatten wir, nach wie vor, unseren Auftrag noch nicht zum Ziel gebracht.Im nächsten Baumarkt gab es zwar passende Glühlampen, jedoch nur im Bündel mit anderen Lampen als Fahrradzubehör. Da man aber bei der Bundeswehr und insbesondere bei der dezentralen Beschaffung nicht von seinem Auftrag abweichen darf, konnten wir diese nicht kaufen. Jedoch gewannen wir die Erkenntnis, dass diese Lampen wohl als Fahrradzubehör geführt werden. So begaben wir uns in ein naheliegendes Fahrradgeschäft, wo ein weiser, alter MechanicusFahrradhändler uns mitteilte, dass es zwar gleichaussehende Glühlampen als Fahrradzubehör gibt, diese werden jedoch unter 6V betrieben, so dass sie bei 2,5V nur kaum sichtbar leuchten. Jedoch wurde uns der entscheidene Hinweis zur Lösung des QuestsErfüllung des Auftrags gegeben: Über einen Hinterhof in der Innenstadt erreicht man als einzige Quelle für solche Lampen in den alten Reichen inNeumünster, gut versteckt, die Hütte eines anderen alten, weisen Mechanicus’ein Elektro-Fachgeschäft. Dort konnten wir tätsächlich “Glühlampe 2,5V” mit rundem Glaskörper einkaufen. Level up.
The Bundeswehr usually knows two ways of supply. If you need clothes you go to LHBw, or you go to the staff for all the other things. The staff usually passes this to another office or something and after some time the material arrives. But the staff also can say that you have to buy your stuff in the civilian world by yourself. This is called “decentralized procurement”. The staff usually gives this instruction with material they don’t know where to get, which can have nasty results.
We had to get “20 units of light-bulbs 2.5V” for those flashlights with a red and a green filter which everyone who has been in the Bundeswehr should know. The Hauptfeldwebel (a senior NCO) thought this would be a good opportunity to teach decentralized procurement to the Hauptgefreiter (between Private First Class and Specialist) and me, so he commanded us to the Stabsunteroffizier (a junior NCO). So the three heroes to go on a journey which could come from a classical text-adventure were found.
The first task was to go to the Zahlstelle (literally translated: payment place) where we should get a bag of gold60 Euros. But we were missing the third copy (yes, seriously) of a document to get the money, so we went back to the staff, got this document and were equipped with the money. So we went for our civilian standard source of electrical gadgets at the city’s outskirts. Being a store for car supplies they unfortunately didn’t held “light-bulb 2.5V” which is obviously no car supply. Next stop was a hardware store where an employee was able to give us some “light-bulbs 2.5V” but they were too long so the filters of the flashlight were blocked in going up and down. So we went to the next hardware store. There were matching light-bulbs with the bicycle supply but these were in a pack with other light-bulbs which didn’t fit so we were not allowed to buy these. But they got us the idea to go to a bicycle store, where a wise, old mechanicus bike trader told us that there were similar-looking light-bulbs in his store which actually are fired with 6V so they wouldn’t work properly in our flashlight. But he could give us the final hint to solve our quest fulfill our task: As only source of those light-bulbs in the old realms Neumünster through the backdoor of a building you could reach the cottage of another wise and old mechanicus an electronics store. There we got “lightbulbs 2.5V” fitting to our flashlights. Level up.