September 2008


Ich bin dann mal weg. Ein wenig Urlaub in Olivgrün machen…

 

Well, I’m off some time. Holiday in green…

Koalition. Die Zusammenarbeit mehrerer Parteien zur Regierungsbildung. (Schadenfreude… Hach.)

Aber diese seltsamen Fantasien von SPD, den Grünen und zum Teil auch der Freien Wähler von einer knallbunten Koalition mit der FDP erinnert mich aber schon fast gefährlich an das Disaster der Weimarer Republik.

 

Bavaria has become democratic. After more than 40 years of CSU’s dictatorship absolute majority their votes dropped to significant under 50%. So there is need for an coalition to form government. This will obviously will be made up of CSU and FDP. But some folks of SPD, the Greens and the Free Voters have strange fantasies of some kind of „rainbow-coalition“ by making the FDP joining. These remind me in some form of the disaster fo Weimar Republic.

Es ist mal wieder Oktoberfest in München auf der Theresienwiese und ich bin davon genervt; in Stavenhagen in Mecklenburg. Ich meine: Es ist ein Volksfest und es findet jedes Jahr statt. Das erfordert eigentlich keine mediale Aufmerksamkeit. Es kriegt sie trotzdem. Meiner Meinung nach gehen da eh nur alle hin, weil da alle hingehen. Viel zu kommerziell und seelenlos…

 

It’s Oktoberfest in Munich on the Theresienwiese, again. I think it’s annoying, again. What I want to say: It’s just a festival whichcomes annually. There’s no need for state- or even worldwide medial cover. But it leeches this medial cover. I think everyone goes there just because everyone has gone there. It’s just too commercial…

Es ist nicht leicht jemanden nicht zu mögen, von dem man sich angezogen fühlt. Das heißt die Handlung an sich ist ziemlich leicht, das kommt von ganz allein, aber der Rest…

Diese Mischung aus Mögen, Nichtmögen, Anziehung, etwas Ekel, Freude und Schmerz ist jedoch der leckerste ungenießbare Cocktail, den ich kenne.

Und das Oxymoron ist eine saucoole rhetorische Figur, nur damit das klar ist.

 

It’s not easy to dislike a person you feel attracted to. Well, the action of doing so comes by itself, but then…

This mix of like, dislike, attraction, some disgust, happiness and pain is the most delicious disgusting cocktail I know though.

And there’s no doubt in the oxymoron being the coolest rhetorical device ever.

Ein 44-jähriger Tierpfleger des Berliner Zoos ist gestern an einem Herzinfarkt gestorben. Das ist den meisten deutschen Medien Sendezeit beziehungsweise Platz auf der Seite wert. Nur, weil es sich bei diesem Tierpfleger um Thomas Dörflein handelt. Das ist der Ziehvater vom Eisbären Knut und das ist auch der Grund für seinen Bekanntheitsgrad: Er hat seinen Job vorbildlich erledigt. Jeden Tag sterben aber mehrere Menschen in Deutschland, die ihren Job vorbildlich erledigt haben am Herzinfarkt. Die sind aber keine Nachricht wert. Natürlich ist der Tod von Thomas Dörflein tragisch, aber das sind die anderen Sterbefälle auch und es spricht nicht jeder drüber.

 

An employee of the Berlin Zoo was killed by a heart attack yesterday in the age of 44. Most German media made news out of it. Just because his name was Thomas Dörflein. He raised Knut the polar bear and that’s why he is famous: Because he did his job properly. Heart attacks kill many persons who have done their jobs properly in Germany everyday. But they get no news. Of course Dörflein’s death is tragical but the other cases of death are tragical too.

Ich war am Wochenende, wie gesagt, bei einem Rhetorikseminar in Greifswald.

So ein Rhetorikseminar ist toll. Du triffst andere intelligente Menschen und hast viel Spaß. Dabei lernst du wie man Mimik, Gestik und Betonung richtig einsetzt, um eine Botschaft zu vermitteln. Zudem erfähst du, wie du eine Rede richtig strukturierst. Ein Rhetorikseminar ist also für jeden ein Gewinn.

Und es war die Anstrengung wirklich wert. Zwar hatte man kaum Schlaf und es war so intensiv, dass jeder nach 44 Stunden glaubte schon eine ganze Woche da zu sein, doch war das gut und notwendig. Dies haben auch alle Teilnehmer eingesehen. Die waren nämlich alle intelligent und ähnlich verrückt wie ich. Außerdem hat auch niemand trotz oder gerade wegen den gemischten Zimern rumgezickt. Alles in allem war es sehr spaßig.

Dann habe ich am Samstag noch die Einberufung erhalten. Es geht zur AGA nach Oldenburg in Holstein und danach ein paar Kilometer weiter nach Lütjenburg. Dort lerne ich dann eine andere Art der Argumentation.

 

I won’t make a translation on this. It’s just to dangerous. I am not even allowed to take my draft notice out of the EU.

Ich bin seit heute nachmittag wieder zu Hause, aber auch ziemlich müde. Außerdem habe ich einen Einberufungsbescheid gekriegt.

Mehr dazu wohl morgen.

 

I’m home again since the afternoon. I’m tired. And I got my draft notice.

Maybe I’ll write some more about it tomorrow.

Ich bin dann mal weg. Für ein Rhetorikseminar in Greifswald, von dem ich am Sonntag wieder zurückkehre.

 

I’ll be away until Sunday. I’m at a rhetoric-workshop in Greifswald.

Ich habe mich kürzlich mit dem Herbst angefreundet. Anfangs fand ich’s ziemlich kalt, aber das geht inzwischen.  Jetzt sind’s Temperaturen, bei denen man wenigstens nicht schwitzt, die Farben sind toll, es riecht überall nach Laub, ich habe eine kitzelnd-kühle Nasenspitze und Apfelmus ist sowieso lecker, vor allem, wenn es ganz frisch selbstgemacht ist.

Hach.

 

I eventually learned to like fall. First I felt cold but it’s okay now. Now I call it „temperatures that don’t make you sweat all the time“. Also the colors are wonderful, the air is smelling like leaves, the tip of my nose is tickling-fresh and apfelmus tastes best when it’s freshly cooked.

Yeah.

Nach meiner Rechenart ist heute der letzte Tag, an dem ich einen Einberufungsbefehl erhalten kann, mit dem ich noch im Oktober beginnen würde. Da heute kein Brief gekommen ist, denke ich mal, dass ich im Januar ranmuss. Und das heißt: kalt.

 

Today’s the last day for the Bundeswehr to send me a draft notice for October. Since no letter arrived I think my military service will start in January. Read: cold.

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