An Zielen festhalten; ein oft beschworenes, aber nicht unbedingt immer erfolgreiches Dogma. Manchmal ist es besser aufzugeben, weil man sich sonst nur den Kopf einrennt. So geht es mir bei der Studienwahl, schließlich kommt man mit 2,0 an praktisch kein Studium mit Zugangsbeschränkungen – wenn man nicht gerade Lehrer werden will. Dies wäre aber für mich eine ganz besonders trostlose Aussicht. Also heißt es für mich: keine Psychologie, keine medizinische Biotechnologie. Gut, es besteht über das Nachrückverfahren noch ein kleiner Hoffnungsschimmer, jedoch habe ich mich schon mit Agrarökologie abgefunden. Auch sehr interessant und für meine Interessen passend, jedoch nicht das Ziel meines Ehrgeizes; diesen baut man bei der Bundeswehr aber sehr schnell ab. Zudem bringt das auch logistische – und damit finanzielle – Vorteile. Ich erreiche Rostock mit der Bahn schneller und günstiger und ein guter Freund beginnt am gleichen Tag das Studium in Rostock, so dass wir eine WG gründen könnten. Hier kann ich fast schon „werden“ schreiben, schließlich haben wir schon Regeln dafür aufgestellt.
Und wenn man als Agrarökologe keinen Job findet, dann wird man halt Leutnant…
Es ist wieder soweit – für etwa einen Monat kann man das mecklenburgische Pendant zur Sakura, der japanischen Kirschblüte, bewundern; der Raps blüht. Natürlich blüht der auch in anderen Bundesländern, jedoch ist es aufgrund der Verhältnisse im Landbesitz und nicht zuletzt auch aufgrund des Bodenprofils nirgends so beeindruckend, wie hier: scheinbar endlose leuchtend gelbe Flächen, die dann auch noch sanft von den Hügeln herabfließen. Einfach nur großartig. Doch das sind nur die offensichtlichen Schönheiten. Die Meere von Anemonen, die schon am Waldboden verblühten, kennen nur wenige. Das Leben sprengt seine Fesseln.
It’s the time, again. For about one month you can enjoy the Mecklenburg pendant of the Japanese cherry blossom. Rape blooms. It also blooms in the other Bundesländer but by terms of land ownership and also the terrain it’s not as impressive as it is here. All the way from the feet of our small hills up to the horizon huge areas radiate in bright yellow. Simply great.
Die Bundesfamilienministerin Ursula „Zensursula“ von der Leyen macht mal wieder von sich reden. Zum einen will sie Stoppschilder ins Internet bauen und zum anderen soll das Waffengesetz verschärft werden. Und das in einer Weise, die sehr nach der Art der Bundesministerin für Familien, Frauen, Rentner und Jugend aussieht: man will den Leuten das Paintballspielen verbieten.
Jedoch zuerst zu den Stoppschildern, mit denen sich Frau von der Leyen ihren Schmähnamen „Zensursula“ verdient hat: Im kläglichen Versuch den Zugriff auf Kinderpornografie im Internet zu erschweren, lässt sie Nachfragen von nach solchen Seiten auf eine Seite mit einem stilisierten Stoppschild umleiten, auf der ein Hinweis, dass der Verkauf von Kinderpornografie den Kindesmissbrauch fördert und jede Menge Bogus über das Bundeskriminalamt steht. Zur Zeit läuft die ganze Aktion über einen einfachen Vertrag mit den Internetprovidern und hat noch keinen Gesetzescharakter. Das soll sich aber ändern.
Wie viele andere Menschen auch bin ich ein großer Fan des Grundgesetzes, vor allem der ersten zehn Artikel, deshalb habe ich die Onlinepetition gegen diese Maßnahme mitgezeichnet. Das ist doch mal Demokratie im Stil des frühen 3. Jahrtausends.
Zum Paintball: Bei der Änderung des Waffengesetzes, die aus irgendeinem Grund noch vor der Bundestagswahl im September durchgehen soll, sollen auch Paintball und Laserdome verboten werden. Diese Spiele sollen sittenwidrig sein und das Töten von Menschen trainieren.
Zur Hölle! Kann mir mal jemand eine Kriminalstatistik zeigen, in der Paintballspieler besonders hervorstechen? Wir befinden uns im gleichen Fanatismusbereich, in dem auch die Killerspiel-Verbieter stehen. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für diese Behauptungen und trotzdem halten ein paar Berufspolitiker vier Monate vor der Wahl ihre Nase in den Sucher von Kameras.
In diesem Sinne: Trampolinspringen macht dich zum Killerspieler! Wählt mich!
Selbst wenn die Feier nicht wirklich gut war, schließlich blieb ich als Fahrer nüchtern und habe den Großteil des Abends damit verbracht mir mit zwei anderen Nüchternen alle möglichen Witze zu erzählen, war die Rückfahrt doch schon interessanter. Über dem Horizont stand auf halber Höhe in einem bedrohlichen Rot-Orange die fast schon halbmondförmige zunehmende Mondsichel. Dazu lief im Radio äußerst dramatische Orchestermusik (ja, ich höre beim Autofahren klassische Musik). Ich wagte es kaum zu blinzeln, während ich allein, fast lautlos mit dem Auto über Mecklenburgs Landstraßen glitt. Wobei, irgendwie war das klischeehaft.
Well, forget it, I won’t translate this text into English. In fact it’s only worshipping of the sound of the German language, so it wouldn’t make any sense to translate ist.