An Zielen festhalten; ein oft beschworenes, aber nicht unbedingt immer erfolgreiches Dogma. Manchmal ist es besser aufzugeben, weil man sich sonst nur den Kopf einrennt. So geht es mir bei der Studienwahl, schließlich kommt man mit 2,0 an praktisch kein Studium mit Zugangsbeschränkungen – wenn man nicht gerade Lehrer werden will. Dies wäre aber für mich eine ganz besonders trostlose Aussicht. Also heißt es für mich: keine Psychologie, keine medizinische Biotechnologie. Gut, es besteht über das Nachrückverfahren noch ein kleiner Hoffnungsschimmer, jedoch habe ich mich schon mit Agrarökologie abgefunden. Auch sehr interessant und für meine Interessen passend, jedoch nicht das Ziel meines Ehrgeizes; diesen baut man bei der Bundeswehr aber sehr schnell ab. Zudem bringt das auch logistische – und damit finanzielle – Vorteile. Ich erreiche Rostock mit der Bahn schneller und günstiger und ein guter Freund beginnt am gleichen Tag das Studium in Rostock, so dass wir eine WG gründen könnten. Hier kann ich fast schon „werden“ schreiben, schließlich haben wir schon Regeln dafür aufgestellt.
Und wenn man als Agrarökologe keinen Job findet, dann wird man halt Leutnant…